Minigolf Projekt Woche am Nikolaus-Ehlen-Gymnasium in Velbert

Und zum Abschied einmal sein Hobby präsentieren dürfen, wer wünscht sich das nicht. Dieser Wunsch wurde Sigi Eilert erfüllt. Zum Abschluss ihrer Laufbahn als Lehrerin am Nikolaus-Ehlen-Gymnasium in Velbert, hat sie mit Unterstützung ihres Mannes ein Projekt auf die Beine gestellt, das von den Teilnehmern, die dieses Projekt gewählt hatten, als „absolut Klasse“ bewertet wurde. Zum Geschehen:

Am Montag, den 9. Juli 2018, fanden sich die zehn Teilnehmer aus den Klassen 7-10 im Alter von 12 bis 15 Jahren in dem verabredeten Raum ein. Dort lag eine Miniatur Minigolfbahn aus Holz (3,60m lang) zu Übungszwecken parat. Da es in den nächsten Tagen auf eine Outdoor Miniaturgolfanlage gehen sollte, wurden die Bälle, die dort dann zum Einsatz kommen sollten, auf der Holzbahn und an provisorischen Hindernissen getestet.

Aller Anfang ist schwer, so auch beim Minigolfspielen. Es galt, die Bälle mit den unterschiedlichen Eigenschaften wie schnell oder langsam, hart oder weich, lackiert oder als Rohling, kennenzulernen und zu beherrschen. Das war für die meisten Teilnehmer am Anfang schwierig, was auch von den beiden Coaches, Sigi und Norbert Eilert, gar nicht anders erwartet wurde. Nach und nach entwickelte sich aus den anfänglichen viel zu schnellen Schlägen der ungewohnten Bälle ein kontrolliertes Spielen. Am Schluss des ersten Tages waren alle in der Lage, die Bälle an vorher festgelegte Bereiche an den zu Banden umfunktionierten Tischen, zu schlagen. Zuerst nur an eine Bande, dann mit Doppelbande. Tag Eins endete für alle mit einem guten Gefühl.

Dienstag, 10. Juli 2018; Treffen um 8 Uhr auf der Miniaturgolfanlage. Freundlicherweise hat der Besitzer der Miniaturgolfanlage im Herminghauspark in Velbert, Herr Dirk Lucht, in Absprache mit Norbert Eilert, die Nutzung der Sportanlage auch außerhalb der Öffnungszeiten gestattet. Eine Mitarbeiterin des Herrn Lucht hat den Spielern die Anlage um 8 Uhr aufgeschlossen, so dass nach der Einteilung in zwei Trainingsgruppen und einem kurzen Briefing zum Ablauf des Trainings und dem Verhalten auf der Minigolfanlage, das Training auf den Bahnen beginnen konnte.

Zum Abschluss des „Lehrgangs“ stand das Ziel, die Prüfung für das Leistungsabzeichen in Gold abzulegen. Mit dem Spielen einer (wir haben zwei Durchgänge gespielt) Prüfungsrunde innerhalb der Normen, hätten die Teilnehmer den Bereich „Koordination“ zum Deutschen Sportabzeichen erfolgreich absolviert. Aber bis dahin stand noch viel Training auf dem Programm. Leider wurde das Training mit einsetzendem Nieselregen am Dienstag doch schon beeinträchtigt.

Die Abschlussrunde des ersten Trainingstages wurde aber für keinen Spieler zum Desaster, alles bewegte sich im normalen und erwarteten Rahmen. Trotz des Regens waren (fast) alle zufrieden mit dem Tag, auch mit dem gespielten Ergebnis der gespielten Schlussrunde des ersten Tages Outdoor. Die Ergebnisse ließen hoffen, dass alle die für den nächsten Tag angesetzte Prüfung zum Leistungsabzeichen bestehen würden.

Mittwoch, 11. Juli. Wiederum Treffen um acht Uhr. Die Sportanlage war bereits geöffnet und nachdem die Bahnen abgezogen waren, konnte nach einem kurzen Einspielen an wenigen Bahnen, mit der ersten Runden begonnen werden. Bei strahlendem Sonnenschein, aber deutlich niedrigeren Temperaturen als am Tag zuvor, wurde die erste Runden gestartet. Konnten am Vortag die Bälle noch aus der Balltasche gespielt werden, so mussten sie am Prüfungstag schon von den Coaches präpariert, also gewärmt werden. Die erste Runde des zweiten Tages draußen war für einige ein Rückschlag, für andere eine Bestätigung der Runde vom Vortag. Zum Teil waren die Ergebnisse deutlich schlechter als die der Vortagesrunden, zum Teil überraschend gut. Für einige sah es so aus, wenn sich die Ergebnisse bestätigen würden, als wenn sie die notwendige Schlagzahl nicht erreichen würden.

Nach einer halbstündigen Pause ging es dann an die Schlussrunde. Es folgte ein furioser Start. Hatten in der ersten Tagesrunde noch (fast) alle ihre Schwierigkeiten an der Bahn 2, dem Rohrhügel, gehabt, wurde dieser „Oxer“ in der zweiten Runde mit Bravour gemeistert. Nur zwei Aussetzer waren von den Protokollführern zu notieren, allerdings von Kandidaten die ihre Sollschlagzahl schon in der ersten Runde erreicht hatten.

Und so ging es weiter. Alle Spieler haben sich in der zweiten Runde deutlich verbessert, die jüngste Teilnehmerin sogar um 19 Schlag. Die Freude, nachdem die Protokolle ausgewertet waren und feststand, dass ALLE das Ziel erreicht hatten, war groß. Auch bei den Coaches. Eine gelungene Veranstaltung war zuerst einmal zu Ende. Für den Tag. Für den nächsten Tag war eine Präsentation des Erlernten geplant, und zwar auf den Präsentationsbahnen des DMV. Aber erst einmal war Ausruhen und Abschalten angesagt.

Das Finale. Am Donnerstag war es dann soweit. Die Teilnehmer sollten das erlernte Können und Wissen an interessierte Schülerinnen und Schüler des Nikolaus-Ehlen-Gymnasium in Velbert weitergeben. Schnell wurden noch die unterschiedlichen Varianten an der Bahn mit Steigung geübt, immerhin galt es Hindernisse wie Gentleman, Einschlag, Flipper und Seitenloch zu beherrschen. Außer der Bahn mit Steigung gab es noch zwei ebene Bahnen, Versetzung und Rinne, die ebenfalls zur Präsentation aufgebaut waren. Aber es kam anders als geplant, und zwar viel besser.

Die Schülerinnen und Schüler des NEG wollten nicht wissen wie es „richtig“ geht, sondern sie wollten es selbst versuchen, den Ball ins Ziel zu bringen. Also hat man sich sofort umgestellt und die Spielbahnen zum Austesten verwendet. Mit sehr gutem Erfolg.

Alle, aber wirklich alle waren sehr zufrieden mit der Aktionswoche. Die Coaches, weil die Teilnehmer mit zum Teil guten Ergebnissen die Prüfung zum Leistungsabzeichen abgelegt hatten und die gezeigte Technik sehr gut umgesetzt haben. Die Teilnehmer, weil sie nach eigenen Aussagen selbst überrascht waren, wie man bessere Ergebnisse mit ein wenig Anleitung erreichen kann und weil es ein tolles Projekt war. Leider (für die Schüler) wird es unter der Leitung von Sigrid Eilert eine solches Projekt am NEG nicht mehr geben. Für Sigrid war dies die letzte Aktion am NEG, ab dem 01. August wird sie im Ruhestand sein. Möglicherweise findet sich ja jemand, der die Aktion erneut durchführen will. Die Unterstützung der Eilerts ist ihr oder ihm sicher.