Spannender hätte die Entscheidung um den Verbleib in der 1. Bundesliga Nord kaum verlaufen können. Am 5. Spieltag der Abstiegsrunde traf der MSK Neheim-Hüsten in Göttingen auf den 1. MGC Göttingen.
Für das NBV-Team war die Ausgangslage klar: Nach der knappen Niederlage beim vorherigen Spieltag musste Neheim in Göttingen Boden gutmachen. Und genau das gelang. Nach vier Runden gewann Neheim den Spieltag mit 504:508 Schlägen. Doch damit war die Entscheidung noch nicht gefallen.
Von Beginn an entwickelte sich auf der Miniaturgolfanlage in Göttingen ein intensiver Kampf um jeden einzelnen Schlag. Die Gastgeber erwischten zunächst den besseren Start und eröffneten den Wettbewerb mit starken 119 Schlägen. Neheim benötigte in der ersten Mannschaftsrunde 127 Schläge.
Doch der MSK ließ sich davon nicht beeindrucken. In der zweiten Runde spielte Neheim 124 Schläge und verkürzte den Rückstand, während Göttingen auf 122 Schläge kam.
Die entscheidende Wende folgte im dritten Durchgang: Neheim bestätigte seine 124 aus der vorherigen Runde, während Göttingen 134 Schläge benötigte. Damit hatte der MSK das Duell gedreht.
In der Schlussrunde verteidigten die Sauerländer ihren Vorsprung. Mit 129 Schlägen gegenüber 133 Schlägen der Gastgeber brachte Neheim den Spieltag schließlich mit insgesamt 504 zu 508 Schlägen nach Hause.
| Platz | Mannschaft | R1 | R2 | R3 | R4 | Schnitt | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 🥇 1. | MSK Neheim-Hüsten 1 | 127 | 124 | 124 | 129 | 21,0 | 504 |
| 🥈 2. | 1. MGC Göttingen 1 | 119 | 122 | 134 | 133 | 21,2 | 508 |
Der Erfolg war das Ergebnis einer starken und geschlossenen Mannschaftsleistung. Besonders Thies Fritzenkötter setzte ein Ausrufezeichen. Mit Runden von 22, 19, 21 und einer hervorragenden 18 zum Abschluss kam er auf lediglich 80 Schläge und damit auf einen Schnitt von exakt 20,0.
Auch Pascal Börger überzeugte mit 83 Schlägen. Marvin Neufeld folgte mit 84 Schlägen, Felix vom Bruch und René Springob kamen jeweils auf 85 Schläge. Florian Becker komplettierte das Mannschaftsergebnis mit 87 Schlägen.
| Spieler | R1 | R2 | R3 | R4 | Gesamt | Schnitt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Thies Fritzenkötter | 22 | 19 | 21 | 18 | 80 | 20,0 |
| Pascal Börger | 20 | 21 | 20 | 22 | 83 | 20,8 |
| Marvin Neufeld | 20 | 20 | 20 | 24 | 84 | 21,0 |
| Felix vom Bruch | 21 | 22 | 20 | 22 | 85 | 21,3 |
| René Springob | 22 | 20 | 22 | 21 | 85 | 21,3 |
| Florian Becker | 22 | 22 | 21 | 22 | 87 | 21,8 |
Um die Dramatik des Finales zu verstehen, lohnt sich der Blick zurück auf den 4. Spieltag der Abstiegsrunde, der auf der Heimanlage des MSK Neheim-Hüsten ausgetragen wurde.
Dort hatte sich Göttingen mit insgesamt 688 Schlägen knapp gegen Neheim durchgesetzt. Der MSK kam auf 692 Schläge. Damit nahm Göttingen einen Vorsprung von exakt vier Schlägen mit in die abschließende Begegnung.
Auch dieser Spieltag war bis zum Ende umkämpft. Neheim lag nach drei Runden noch deutlich zurück, setzte mit einer starken Schlussrunde von 163 Schlägen jedoch noch einmal zur Aufholjagd an.
| Platz | 4. Spieltag in Neheim | R1 | R2 | R3 | R4 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | 1. MGC Göttingen 1 | 165 | 175 | 173 | 175 | 688 |
| 2. | MSK Neheim-Hüsten 1 | 173 | 182 | 174 | 163 | 692 |
Und dann zeigte sich die ganze Besonderheit dieser Abstiegsrunde: Was Göttingen beim ersten direkten Duell mit vier Schlägen Vorsprung gewonnen hatte, holte sich Neheim beim Rückspiel in Göttingen mit exakt demselben Abstand zurück.
692 in Neheim
+ 504 in Göttingen
688 in Neheim
+ 508 in Göttingen
Nach insgesamt acht Mannschaftsrunden und 1.196 Schlägen auf beiden Seiten konnte es keinen engeren Ausgang geben. Die Entscheidung um den Verbleib in der 1. Bundesliga musste im Stechen fallen.
Dort machte der MSK Neheim-Hüsten die Entscheidung bereits an Bahn 1 perfekt. Neheim gewann das Stechen und sicherte sich damit den Klassenerhalt.
Zwei Spieltage, zwei unterschiedliche Bahnsysteme und am Ende exakt die gleiche Schlagzahl: Die Abstiegsrunde zwischen Neheim-Hüsten und Göttingen hätte kaum dramatischer verlaufen können.
Göttingen gewann zunächst auf der Neheimer Betonanlage mit vier Schlägen Vorsprung. Beim entscheidenden Rückspiel auf Miniaturgolf in Göttingen schlug der MSK zurück – ebenfalls mit exakt vier Schlägen Vorsprung.
Nach insgesamt 1.196 zu 1.196 Schlägen musste schließlich das Stechen über den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse entscheiden. Dort behielt das NBV-Team die Nerven.
Herzlichen Glückwunsch an die Mannschaft des MSK Neheim-Hüsten zum erfolgreichen Klassenerhalt nach einem außergewöhnlich spannenden Bundesliga-Finale.